MTB-Abendrunde auf den Bachtel (1113m) – Variante Hinwil – Wernetshausen – Girenbad

Typ: MTB-Abendrunde

Länge: je nach Tempo, im Schnitt 2 Stunden

Kondition: mittel (3 von 5) für 2h

Schwierigkeit: Asphalt und Waldwege mit kurzem Downhill-Fun (1 von 5)

Persönliches Urteil: Der Klassiker. Abendrune auf den Zürcher Oberländer Hausberg, damit man noch was gemacht hat

An- und Rückreise zum Start / Ziel

Der Bachtel kann von verschiedensten Seiten her mit dem MTB befahren werden, diese Variante startet (wen überrascht’s) in Wolfhausen (540m). Mit dem Auto bis zum Parkplatz hinter dem Volg bei der Landi-Tankstelle. Mit dem Zug nach Bubikon Bahnhof und den Weg von dort aus auf die Strecke finden.

Anfahrt zum Bachtel

Von Wolfhausen aus folgen wir kurz der Alten Landstrasse auf dem Veloweg in Richtung Rüti, bevor wir in die Chilehölzlistrasse einbiegen um das Hüsliried zu erreichen. Dieses Ried wird übrigens gegen den Winter hin künstlich geflutet und gestaut, so dass ein kleiner See entsteht auf dem – sobald das Eis dick genug ist – Kinder und auch Erwachsene Schlittschuh laufen können. Wir biegen links auf den Naturweg und durchfahren das Ried, um kurz danach das Magazin der Wasserversorgung Bubikon beim Talhof zu erreichen. Vor diesem Talhof biegen wir links in die Schürwisstrasse ein und folgen dieser bis zum Hinteracher (Punkt 568) und fahren weiter bis Weiler Landsacher. Von dort geht es über den Punkt 526 hoch zum Gerbel und wieder leicht abwärts zum Ort Herschmettlen, wo wir die Hauptstrasse in Richtung Handyantenne / Sennwald bis zum Punkt 540 überqueren.

Bubikon ist übrigens eine der waldärmsten Gemeinden des Kantons Zürich, so dass selbiger Sennwald zu den wenigen Waldstücken der Gemeine zählt.

Der Weg durch den Sennwald ist vielfältig, hier wird die Strecke über den Kartenpunkt 543 und weiter Richtung Weiler Hellberg empfohlen, allerdings berühren wir Hellberg nur östlich und folgen der Hinwilerstrasse (sic) nach Hinwil. Wer Lust hat, kann sich einen Weg über das Oberhöflerriet und das Pfaffenholz nach Hinwil suchen, andere schonen ihre Kräfte und fahren auf dem Asphalt auf der selben Strasse, die bald danach Gossauerstrasse heisst.

Der Aufsteig zum Bachtel beginnt ebenfalls auf Asphalt, dies hauptsächlich aus Zeitgründen (es ist ja eben eine Abendrunde). Auch hier gäbe es natürlich zahlreiche Fun-Varianten.

Auffahrt zum Bachtel

In Hinwil biegen wir von der Dürtnerstrasse in die Bachtelstrasse ein und beginnen den langsamen Anstieg am Friedhof vorbei und Hinwil wieder verlassend in Richtung Wernetshausen (725m). In Wernetshausen angekommen folgen wir der Strasse in Richtung Girenbad, durchqueren den Weiler Langmatt (809m) und steigen – die Oberschenkel nun aufwärmend – in Richtung Bachtelweid, verlassen aber die asphaltierte Strasse bevor wir selbige Weid erreichen und biegen rechterhand in Richtung dem Waldstück Horn ein und sind endlich auf einem Weg, der dem MTB mehr gerecht wird.

Winterbild auf dem Weg zum Bachtel hoch
Winterbild auf dem Weg zum Bachtel hoch

 

Ab hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Variante A: Wer wirklich Saft in den Beinen hat kann ab hier alles geradeaus, an der Waldhütte vorbei zum Punkt 947 und drüber hinaus fahren. Ab dort präsentiert sich einem ein ziemlich steiles Wegstück, welches (Puls garantiert über 170) direkt auf den Bachtel (1113m) “von hinten” führt und für dieses man einfach den Wanderwegzeichen zur Bachtel Kulm folgt.

    Waldweg zur Variante A
    Waldweg zur Variante A – es ist steiler als es aussieht
  • Die einfachere Variante B ist für jene, die schon einen ermüdenden Büro-Alltag hinter sich haben. Diese drehen kurz nachdem sie in den Wald gefahren sind (zur Erinnerung, vor der Weid) scharf links und folgen kurz dem Waldweg auf gleicher Höhe bleibend. Danach geht es wieder hoch bis zur nächsten T-Kreuzung im Wald. Hier können beide Wege genommen werden, jener rechterhand ist ein wenig steiler und prüft die Oberschenkel kurz nochmals ein bisschen. Falls man den äusseren Weg nimmt ist es wichtig sich bei der nächsten Kreuzung links zu halten, ansonsten fährt man geradeaus in Richtung Punkt 973. Von hier aus fährt man – im wesentlichen einen weiten Bogen um den Bachtel herum und leicht ansteigend fahrend – weiter in Richtung Unterbachweid (Punkt 1005), wo man in die asphaltierte Strasse Richtung Kulm einbiegt. Ganz Wilde erblicken beim Verlassen des Waldes rechts oben das Sitzbänkli und fahren den Trampelpfad hoch. Der Fahrstrasse folgend erreicht man den Bachtel “von vorne” und findet so – ein bisschen Schnauf aufsparend damit man vor den Gästen im Restaurant Kulm nicht absolut uncool aussieht – seinen Weg hoch zum Aussichtsturm.

Für den Rückweg sei die obige “Variante A” empfohlen. Am Wochenende hat es dort viele Wanderer, hier ist absolute Rücksicht geboten! Unter der Woche trifft man meistens untertags keine Menschenseele an und kann mit entsprechendem Tempo runterbrettern – aber wie immer – bremsen auf Sicht, denn es kann sich gut und gern mal ein Hündeler oder die Seniorenwandergruppe Hinterpfuiteufel auf dem Weg befinden.

Fazit

Sofern man nicht in Hinwil oder Wald parkiert resp. wohnt gestaltet sich die Anfahrt zum Bachtel zugegebenermassen “asphaltiert”, ist aber trotzdem die ideale geistige Entspannung und körperliche Anstrengung für den Vorabend.

Die Aussicht vom Bachtel welche von der Linth-Ebene über das obere Zürichseegebiet bis hin zum Pfannenstiel reicht ist unbezahlbar bei schönem Wetter und allemal die Mühe wert. Das wissen auch andere und entsprechend beliebt ist der Bachtel am Wochenende beim Volk, nicht zuletzt weil man ohne grosse Anstrengung vom Parkplatz Bachtelranch zur Kulm hochlaufen kann. Wenn man also alleine sein will geht man lieber auf’s Schnebelhorn (grösste Erhebung des Kantons Zürich), dort hat es keine Beiz und ist entsprechend Menschenleer.

Supplement

Wem die knapp 600 Höhenmeter zu wenig sind fährt über Unterbachtel und Hueb nach Wald (615m) runter und fährt von dort über die Zürcher Höhenklinik (gut ausgeschildert) auf die Farneralp (1145m) und retour an den Ausgangspunkt in der Ebene (von Wald führt eine Fahrstrasse über Rüti zurück nach Bubikon oder Wolfhausen). Damit dürften dann genügend Höhenmeter für die Abendrunde absolviert sein.

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